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Info´s Privatpatienten/Beihilfe

Neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) gültig ab 2012

Änderungen und Auswirkungen auf die kieferorthopädische Behandlung bzw. Kostenerstattung

1. Allgemeine Bestimmungen

Die Leistungen nach den Nummern 6100, 6120, 6140 und 6150 beinhalten auch die Material- und Laborkostenfür die Standardmaterialien wie zum Beispiel unprogrammierte Edelstahlbrackets, unprogrammierte Attachments und Edelstahlbänder. Werden darüber hinausgehende Materialien verwendet, können diese gesondert berechnet werden, wenn dies vor der Verwendung mit dem Zahlungspflichtigen vereinbart worden ist.

2. Neue Gebührenpositionen

a) 2197 GOZ: zusätzlich zu den Geb. Positionen 6100, 6120 GOZ kann die Geb.Nr. 2197 berechnet werden.

b) 2990 GOZ: für das Entfernen eines Teil o. Vollbogens, einer extra-intraoralen Verankerung, einer Kopf-Kinn-Kappe nach den Geb. Nrn. 6140, 6150, 6160 u. 6170 GOZ, kann die Geb. Nr. 2900 GOZ berechnet werden.

Die Abrechnung zahnärztlicher Leistungen hat ausschließlich gemäß den Regeln der Gebühren- ordnung für Zahnärzte (GOZ) und Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu erfolgen. Die Festlegung des sogenannten Steigerungssatzes hat zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Behandler zu erfolgen.

Eine Festlegung auf einen Steigerungssatz bei der Behandlungsplanung ist somit nicht möglich.

Die GOZ (Gebührenordnung Zahnärzte) ist seit dem 01.01.1988 weder in der Höhe der Vergütung noch im Leistungsinhalt den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepaßt worden. Der Gesetzgeber verweigert seit Jahren eine Anpassung der Gebührenordnung. Die GOZ ist die einzige Gebührenordnung in Deutschland, die in den letzten Jahrzehnten nicht angepaßt worden ist. Weder Rechtsanwälte, Architekten oder andere Freiberufler haben eine ähnlich veralte Gebührenordnung. In der Regel werden im europäischen Ausland die Abrechnungsverzeichnisse alle 1-3 Jahre den geänderten Bedürfnissen angepaßt.

Sollte nur die Preissteigerung der letzten Jahre ausgeglichen werden, so müßten wir heute alle Leistungen mit einem Faktor über 4,0 abrechnen. Die Vergütung aller zahnärztlichen Leistungen der Ersatzkassen in Deutschland, umgerechnet auf einen GOZ-Faktor, führt heute bereits im Durchschnitt zu einem Faktor von 2,5. Zum Zeitpunkt der Einführung der GOZ 1988 entsprach der Kassensatz einem Faktor von 1,8. Zum 1,0-fachen Abrechnungssatz konnte seit Einführung der GOZ niemals kostendeckend abgerechnet werden.

Das bedeutet, dass Sie heute als beihilfeberechtigter Patient im zahnärztlichen Bereich schlechter gestellt sind als ein Sozialhilfeempfänger, wenn die Rechnungsstellung auf den 2,3-fachen Abrechnungssatz beschränkt werden soll. Von privatärztlicher Behandlung, wie sie früher einmal üblich war, und die Sie zum 2,3-fachen Abrechnungssatz auch heute noch in der allgemeinen Medizin erhalten können, kann dann im zahnmedizinischen Bereich wirklich keine Rede mehr sein. Eine private zahnärztliche Behandlung, die ausschließlich auf einer Abrechnung zum 2,3-fachen Satz basiert, entspricht nicht mehr dem aktuellen medizischen Standard!

Leider versuchen Beihilfestellen seit einigen Jahren eine Begrenzung auf diesen 2,3-fachen Abrechnungsatz durchzusetzen. Zu diesen Honoraren ist in einer deutschen Zahnarztpraxis keine fachgerechte Versorgung mehr möglich, da selbst die finanziell gebeutelten gesetzlichen Krankenkassen teilweise höhere Honorare zahlen. Dabei wird leider nicht einmal davor zurückgeschreckt, das Arzt-Patienten-Verhältnis zu belasten, indem behauptet wird, die Rechnungserstellung sei falsch. Dieses ist aber nicht der Fall. Der Zahnarzt ist bei der Abrechnung verpflichtet, ausschließlich die Bestimmungen der GOZ einzuhalten. Ob ein Kostenträger Einschränkungen in seiner Erstattungspraxis vornimmt, oder Erstattungsbeträge kürzt, kann der behandelnder Arzt weder vorhersehen noch ist er verpflichtet, darauf Rücksicht zu nehmen. Es besteht ein Rechtsverhältnis Arzt-Patient und ein anderer Rechtsbereich Patient-Kostenträger. Ein direktes Verhältnis zwischen dem behandelnden Arzt und einem Kostenträger besteht nicht. Vorschriften oder Erstattungspraktiken der Kostenträger, inbesondere der Beihilfestellen, haben auf die Abrechenbarkeit von Leistungen und die Höhe des abgerechneten Steigerungsfaktors keinen Einfluß. Sie wirken sich lediglich im Rechtsverhältnis Patient-Kosträger aus.

Der beihilfeberechtigte Patient ist somit nicht berechtigt, zahnärztliche Liquidationen auf den Erstattungsbetrag zu kürzen.